Babys im Alter 0-3 Jahre

Oktober 23rd, 2009 Leave a comment Go to comments

Die schönste Zeit mit Kindern erlebt man in den ersten Monaten und Jahren ihres Lebens. In dieser Zeit sollte man sich besonders gut und intensiv um sie kümmern und mit ihnen beschäftigen, da sie wie im Fluge vergeht. Außerdem brauchen Säuglinge besonders viel Zuneigung und Geborgenheit, um die Entwicklung ihrer Fähigkeiten zu fördern und sie in die Umwelt zu integrieren. Da diese Zeit für die Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern sehr wichtig ist, versuchen wir im folgenden einige nützliche Tipps zu geben.

Der normale Tagesablauf

Das ein- bis zweijährige Kind wacht gewöhnlich morgens zwischen sechs und acht Uhr von selbst auf. In der ersten halben Stunde danach beschäftigt es sich oft ganz gut mit sich selbst. Doch dann wünscht es Abwechslung, etwas zu essen und zu trinken, eine trockene Windel und vor allem möchte es, dass sich jemand mit ihm beschäftigt. Wenn sie in dieser Zeit noch nicht länger auf ihr Kind eingehen können, überbrücken sie die Wartezeit durch einen Keks oder ein Brotstück zum Knabbern und lassen sie es ein kleines Glas Saft trinken. Geben sie ihm zusätzlich noch ein Spielzeug in die Hand oder sonst eine Abwechslung, so haben sie Zeit für sich und können in Ruhe das Frühstück vorbereiten. Dann legen sie ihr Kind trocken, damit ihm das Frühstück gut schmeckt. Nach dem Frühstück spielt ihr Kind allein oder mit ihnen, oder sie machen einen ersten Spaziergang. Anschließend bieten sie ihm Zwischenimbiss an. Zwischen zehn und elf Uhr wir ihr Kind sich in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres gern zu einem kleinen Vormittagsschlaf hinlegen. Lassen sie es von selbst aufwachen – für sie selbst ist diese Zeit vielleicht eine willkommene Ruhepause. So steuert es sein Schlafbedürfnis selbst und ist am Nachmittag ausgeruht und unternehmungslustig. Nach dem Vormittagsschlaf geben sie ihrem Kind etwas zu essen und beschäftigen sich mit ihm. Bei regenfreiem Wetter gehen sie vielleicht auf einen Spielplatz oder spielen mit ihm auf der Terrasse oder dem Balkon. In dieser Spielphase können sie sich möglicherweise durch eine andere Person entlasten lassen – ihr Kind sollte nicht nur intensiver Kontakt sowohl zur Mutter als auch zu seinem Vater haben, sondern auch zu älteren Geschwistern oder anderen Bezugspersonen. Zwischen 17.30 und 18.45 Uhr gibt es Abendessen. Nach dem Essen spielt ihr Kind gern noch einmal mit einem Erwachsenen. Nun sollte jedoch nicht mehr wildes Toben stattfinden, sonst ist ihr Kind aufgedreht und kann nicht einschlafen. Nichts ist schöner für ihr Kind, als wenn sie für es zum Tagesausklang ein Bettgehritual entwickeln. Bleiben sie nicht unbedingt am Bett sitzen, bis es eingeschlafen ist – zu leicht versucht es sonst, sie als anregender Entertainer festzuhalten. In der Regel schläft ihr Kind nachts, vor allem wenn es genug erlebt hat, sieben bis neun Stunden ohne Unterbrechung. So kann sich das Durchschlafen entwickeln: Wenn ihr Kind zunächst von 23 Uhr bis vielleicht morgens vier Uhr schläft, bringen sie es schon 22.45 Uhr ins Bett. Wenn es bei dieser Einschlafzeit bis halb fünf durchschläft, verlegen sie das Zubettbringen weiter nach vorne und schaukeln so die Schlafzeit hoch von ca. 22 Uhr bis sechs Uhr oder später sogar von 21 Uhr bis sieben Uhr morgens.

Die Eltern als Vorbild

Oft reagieren Kinder aus Trotz und Ablehnung des elterlichen Verhaltens in entgegengesetzter Weise. Die Frage “Ich weiß gar nicht, woher das Kind das eigentlich hat?” findet also bei einem Kind in diesem Alter fast ausschließlich ihre Antwort im Verhalten der Personen seiner engsten Umgebung. Aber nicht nur das Verhalten einzelner Menschen, besonders der Eltern gegenüber dem Kind dient ihm als Modell, sondern auch die Beziehung zwischen den Eltern. Ihr Vorbild prägt das soziale Verhalten, teils auch die späteren Partnerschaftsbeziehungen. Auch in der traditionellen Familie mit dem Vater als außer Haus tätigem Ernährer ist es selbstverständlich nicht allein die Aufgabe der Mutter, sich um die Erziehung des Kindes zu kümmern. Kinder brauchen ihren Vater vom ersten Lebenstag an! Wenn sie ständig nur eine Person (die Mutter) als Betreuerin und Vorbild haben, können sich einseitige Verhaltensformen entwickeln. Flexibilität und die Erkenntnis, dass man Handlungen auf verschiedene Weisen ausführen kann, werden erst durch das Zusehen und Beobachten bei mehreren Personen gewährleistet. Die Aufgaben des Vaters beschränken sich nicht nur darauf, dass er sich am Wochenende liebevoll mit seinem Kind beschäftigt und mit ihm spielt. Er sollte möglichst auch einen Teil der Pflege übernehmen (Wickeln, Füttern) und ebenso zu manchmal “unbequemen” elterlichen Pflichten regelmäßige Beiträge und Unterstützungen leisten, d.h. in seiner Freizeit in gleichem Maße wie die Mutter für das Kind da sein. Viele Väter, die abends einen gewissen Anspruch auf den wohlverdienten Feierabend erheben, vergessen vielleicht, dass auch die Betreuung des Kindes und die damit verbundene Hausarbeit sehr ermüdet und dass ihre Frauen ebenso Entlastung benötigen wie sie selbst.

Die nächsten Schritte beim Laufen und andere Fertigkeiten

Die nächsten Schritte beim Laufen lernen sind: Das Kind gewinnt größere Sicherheit mit einer Hilfe (Griffleiste, Tischkante) Es wird schneller in der Bewegung Es steht einige Zeit frei Es riskiert die ersten freien Gehversuche Bei den ersten wackligen Gehversuchen sind die Schritte kurz und unregelmäßig, die Fersen und die Fußballen berühren den Boden oder das Kind trippelt. Das Kind streckt die Arme seitlich weg oder nach oben, um das Gleichgewicht zu halten. Die Knie werden oft noch nicht beim Gehen abgewinkelt, die Füße nach außen gedreht. Das Kind verliert noch leicht das Gleichgewicht. Die weiteren Lauflernschritte sind: Mit eineinhalb Jahren stolpert es nur noch selten. Die Schrittlänge wird jetzt größer. Allmählich setzt es seine Füße parallel. Mit rund 18 Monaten sind die Schritte ziemlich regelmäßig. Das Kind läuft zielsicher geradeaus und braucht dafür immer weniger Energie. Es kann Treppen steigen, indem es zunächst immer den gleichen Fuß hebt und den anderen nachzieht. Mit zwei Jahren läuft es rhythmisch ausgewogen. Es nimmt nun auch den zweiten Fuß, noch bevor der erste fest auf dem Boden ruht. Dies ist eine wichtige Vorraussetzung für schnelleres Laufen. Wenn es etwas aufheben will, bückt es sich, anstatt sich hinzuhocken. Auch die übrigen Muskelgruppen können in den weiteren Lebensjahren immer besser kontrolliert werden. Das Zusammenspiel von Auge und Hand wird genauer, sodass das Kind geschickter im Umgang mit Werkzeugen und Instrumenten wird (Löffel, Tasse, Teller usw.). Bald will es beim An- und Ausziehen helfen. Seine Bewegungen werden immer gezielter und bewusster. Es kritzelt nicht mehr einfach mit dem Bleistift auf dem Papier herum, sondern kann einzelne Striche ziehen und unterschiedlich geformte Holzklötze in die entsprechenden Löcher eines Spielbrettes stecken.

Fortsetzung folgt!

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