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Das Internet ist aus der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Die Onlinewelt ist für die ganze Familie nutzbar und wertvoll: Ob Opa seinen Lieblingswein bestellt oder die nächste Kreuzfahrt bucht, Mama leckere Kochrezepte sucht oder sich im Netz einen Nebenerwerb aufbaut, Papa die neusten Nachrichten und Börsennews studiert oder die Kinder Lernspiele nutzen und mit ihren Freunden chatten… die moderne Familie ist online. Doch auch für die Allerkleinsten bietet das World Wide Web vieles, auch wenn dies meist von den Erwachsenen für sie gesucht und gefunden wird. Gerade wunderschöne Babygeschenke lassen sich im Web finden. Die riesige Auswahl in Online-Auktionshäusern, Shops rund um die Kleinsten, Familienblogs und Webauftritten von Baby&Eltern-Ratgebern verhilft schnell und effektiv zu den schönsten Präsenten für Säuglinge und Kleinkinder.
In den letzten Jahren hat sich besonders Babyschmuck als tolles Geschenk für die Kleinen herausgestellt. Viele Online-Händler bieten die wertvollen Präsente für Babys in guter Qualität an – Schmuck für die Winzlinge sollte nämlich echt sein um keine Allergien hervor zu rufen. Beliebt sind putzige Arm- oder Halskettchen aus Silber oder Gold mit Namensgravur. Die schöne christliche Tradition, den neuen Erdenbürgern als Zeichen der Liebe zu Gott einen Taufring zu schenken, findet heute wieder Anerkennung. An einer Kette getragen und oft mit einem Schutzengelchen oder Edelsteinen kombiniert, begleitet und beschützt er den Säugling – ein perfektes Geschenk für die Taufpaten. Auch zierliche Ketten mit oder ohne Anhänger sind begehrte Babygeschenke. Winzige Schnuller, Babyschuhe, Marienkäfer oder Engelchen zieren den süßen Hals. Übrigens wird Bernstein schon seit Urzeiten als altes natürliches Hausmittel bei Bauch- und Zahnschmerzen eingesetzt. Schmuck aus oder mit diesem Edelstein kann eine positive Wirkung auf das Kind haben.
Dies wissen auch Familienhebammen, die oft auf diesen Effekt von Bernstein als unterstützendes Mittel beim Zahnen oder bei Einschlafproblemen schwören. Besonders solche Tipps und konkrete Hilfe im Alltag mit dem Baby bieten die Hebammen, die sich auf die Betreuung von Mutter und Kind bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres spezialisiert haben. Gerade beim ersten Kind und bei extrem jungen oder kranken Müttern, bei allgemein schwierigen Situationen oder mehreren Geschwisterkindern ist die Beratung durch eine Familienhebamme hilfreich. Die Profis geben im häuslichen Umfeld ihr Wissen rund um die Kinderpflege, -ernährung und –gesundheit weiter, helfen jederzeit mit Tipps und Tricks, sind in Notfällen telefonisch zu erreichen, besuchen die Familie regelmäßig und erkennen so auch Entwicklungsstörungen oder Probleme mit dem Kind. Die Frauen bieten damit einen Ansprechpartner für die Mutter und beugen einer Überforderung durch das Baby vor. Schon vor der Geburt sind die Hebammen für Mutter und Kind da und begleiten das Gespann noch lange nach der Niederkunft. So wird auf sanfte Weise für das körperliche, seelische und geistige Wohl beider vorgesorgt.
Zwillinge können sich oft stundenlang miteinander beschäftigen. Sie verstehen sich so gut, dass sie auch später oft kein Bedürfnis nach Kontakt mit anderen haben. Eltern sollten aber nicht glauben, dass ihre Zwillinge genug einander haben. Im Gegenteil! Sie brauchen unbedingt auch Freundschaften mit anderen Kindern. Andernfalls bilden sie eine geschlossene Gemeinschaft und nehmen zu wenig Anregungen von außen auf. Das kann dann dazu führen, dass sie trotz guter intellektueller Vorraussetzungen hinter Gleichaltrigen zurückbleiben. Zwillinge entwickeln beispielsweise manchmal untereinander Verständigungsformen, die für andere unzugänglich sind – besondere Gesten und Mimik, aber auch eine eigene Sprache -, wodurch das Erlernen der Kommunikation mit anderen Kindern und Erwachsenen behindert werden kann.
Selbst wenn ihr Kind Geschwister hat, können diese gleichaltrige Spielfreunde nicht jederzeit ersetzen. Überlegen sie : Das 48 Monate alte erstgeborene ist für ihr 24 Monate altes Kind doppelt so alt, nicht einfach nur zwei Jahre älter. Wenn sie sich vorstellen, sie hätten als 30 – Jährige nur eine Freundin von 60 Jahren – da würden ihnen Kontakte mit mehr Gleichaltrigen fehlen. Ein jüngerer Bruder oder eine jüngere Schwester ist für das Kind im zweiten Lebensjahr zum Spielen noch zu klein.
Und mit dem älteren Kind spielt es zwar gerne und übernimmt spezielle fortgeschrittene Verhaltensweisen, es gewinnt so in der einen oder anderen Hinsicht sogar einen Entwicklungsvorsprung. Die Verhaltensweisen des älteren Kindes überfordern das jüngere jedoch oft. Es kann sie noch nicht in das eigene Verhalten einbauen, weil sie seinen Möglichkeiten nicht entsprechen. Für das ältere Kind in der Familie kann sich der ausschließliche Umgang mit dem kleineren Kind entwicklungshemmend auswirken, wenn es dadurch zu wenig altersgemäße Entfaltungsmöglichkeiten hat.
Eine weitere Gefahr liegt in der einseitigen Rollenfestlegung. Unter Geschwistern soll das ältere Kind oft Rücksicht nehmen, vernünftig und überlegen sein; das jüngere erlebt häufig kleine Niederlagen, weil es die Leistungen des älteren nicht erreichen kann. Selbstverständlich sollen Geschwister viel miteinander spielen – aber jedes von ihnen braucht auch Kontakte mit altersgleichen Kindern. Außerdem erlebt so jedes Kind, dass es nicht nur eine bestimmte Rolle in der Familie hat, sondern dass es eine eigenständige Persönlichkeit ist. Das Spielen mit Freunden und Freundinnen ist zugleich ein gutes Mittel, Konflikten und Spannungen vorzubeugen, die durch das häufige Zusammensein von Geschwistern unweigerlich entstehen.
Es ist erstaunlich, wie gut sich Geschwister vertragen, wenn sie nicht miteinander spielen müssen. Das gemeinsame Spielen von Geschwistern mit geringerem Altersabstand kann allerdings, wenn andere störende Einflüsse nicht auftreten (z.B. Rivalität um die Zuneigung der Mutter oder des Vaters), mit jedem weiteren Lebensjahr auch besser werden. Also für beide entwicklungsanregend sein.
Eine sehr entscheidende Veränderung im Leben eines Kleinkindes ist sein Übergang zur aufrechten Haltung. Natürlich geschieht das nicht von heute auf morgen. Ihr Kind muss viele Anstrengungen bewältigen, bis es relativ mühelos stehen und gehen kann. Die Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Stadien durchlaufen werden, ist von Kind zu Kind verschieden. Das eine verharrt auf einer Stufe vielleicht nur so kurz, dass man den Eindruck hat, es überspringe sie. Dafür verweilt es möglicherweise umso länger auf einer anderen.
Wenngleich die Dauer der einzelnen Entwicklungsschritte individuell sehr unterschiedlich ist, ist die Abfolge bei vielen Kindern gleich, da sie überwiegend durch Wachstums- und Reifungsfaktoren bestimmt wird. Wenn einzelne Phasen übersprungen werden, so kann es auch daran liegen, dass die für dieses Alter erforderlichen Entwicklungsreize fehlen. Umwelteinflüsse, auch die intensive Beschäftigung mit dem Kind, können beschleunigend auf die motorische Entwicklung wirken. Sie sind natürlich nur dann erfolgreich, wenn der Körper wie Knochen, Muskeln und Nervensystem die nötigen Vorraussetzungen entwickelt hat. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine vorzeitige Übung nur eine vorübergehende Leistungsverbesserung bewirken oder sogar schädlich sein. Andererseits genügt es auch im motorischen Bereich nicht, das Kleinkind einfach sich selbst zu überlassen.
Seine spontane Aktivität bedarf der regulierenden Anleitung durch den Erwachsenen, damit seine Fertigkeiten den bestmöglichen Stand erreichen. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei die Motivation: ein Kind, das nicht durch Anerkennung und Zuspruch ermutigt wird, verwendet weniger Energie und Ausdauer auf den Erwerb von Fertigkeiten. Auch kann der Erwachsene dem Kind aus Selbstüberforderung resultierende Enttäuschungen ersparen
Die Störungen entstehen natürlich nicht, wenn ihnen zwischendurch einmal ein kleiner Fehler in der Erziehung unterläuft. Bleibende Schäden werden weniger durch einmalige traumatische Eindrücke verursacht als durch viele kleine Beeinträchtigungen, die in die gleiche Richtung wirken, nach dem Motto: “Steter Tropfen höhlt den Stein”. Die Folgen werden oft erst nach Jahren sichtbar. Im zweiten und dritten Lebensjahr muss sich ein Kind mit großen neuen Aufgaben auseinandersetzen: mit dem Laufen, der Sauberkeitserziehung und der Sprache. In diesen Bereichen ist es jetzt besonders anfällig für schädigende und hindernde Einflüsse, da es sich gewissermaßen noch “in Ausbildung” befindet.
So begünstigt eine verfrühte und strenge Sauberkeitserziehung die Entstehung eines zwanghaften Charakters. Das heißt: Solche Kinder werden später typischerweise übertrieben pedantisch und sauber. Sie neigen auch als Erwachsene dazu, sich und ihre Umgebung übermäßig zu kontrollieren und verlieren jegliche Spontaneität. Sie sind von Zweifeln und Schuldgefühlen geplagt. Später kann das zu schweren Arbeits- und Kontaktsstörungen führen. Autoritätskonflikte und versteckte Aggressionen erschweren ein ungezwungenes soziales Verhalten. Angesichts der wesentlichen Erleichterung durch Waschmaschine, Einmalwindeln usw. gibt es heute keinen zwingenden Grund mehr, das Kind unter Druck zu setzen. Auswirkungen auf das ganze weitere Leben hat auch eine zu starke Einengung im motorischen Bereich. Es gibt Mütter und Väter, die ihre Kinder am liebsten immer im Babystadium halten würden: anschmiegsam und hilflos. Wenn das Kind die ersten selbstständigen Schritte macht, reagieren sie mit Angst, weil es sich dann aus ihrer Nähe entfernt. Den Bewegungs- und Forschungsdrang erleben solche Mütter als persönliche Gefahr, ihr Kind zu verlieren, bezeichnen ihre Besorgnis jedoch als Sorge für das Kind.
Dadurch kann die Entwicklung des Kindes stark beeinträchtigt werden: Es wird unselbstständig, ängstlich, eventuell sogar depressiv. Im zweiten Lebensjahr können erste Anzeichen für spätere Sprachstörungen vorliegen (Störungen, die durch Probleme der akustischen Wahrnehmung bedingt sind; Sprachstörungen aufgrund einer neurologischen Störung; Formen des Stotterns usw.) . Wenn ein Kind mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter spricht, ist das immer ein Warnsignal: Ein Kinderarzt und ein Kinderpsychologe sollten umgehend aufgesucht werden. Damit die Sprachentwicklung frei von psychogenen Störungen verläuft, muss sie möglichst unbeeinflusst von Konflikten bleiben und in einer Atmosphäre stattfinden, in der Sprechen Spaß macht. Ein Kind kann leicht die Lust am Sprechen verlieren, wenn seine Äußerungen und Bitten kein Gehör finden. Es spricht dann nur noch mit bestimmten Personen, oder es verstummt sogar von einem Tag auf den anderen völlig. Seine Reaktion drückt dann aus: Es ist nicht der Mühe wert, etwas mitzuteilen! Bei Kindern, die als Vier- oder Fünfjährige stottern, bleibt zwar das Bedürfnis, sich mitzuteilen, erhalten. Aber das Sprechen ist manchmal voller Widersprüche: Kommt man selbst genügend zu Wort, hört der andere geduldig zu? Darf man auch Aggressionen und Wut in Worten ausdrücken, oder muss man immer schön lieb sein und alles ohne Widerworte schlucken? Was darf gesagt werden? Was muss man verschweigen? Was darf man fragen und was nicht? Besonders Eltern, die im eigenen Redeschwall die anfangs noch zögerlichen Sprachäußerungen ihres Kindes überfahren, können es zum Stotterer machen.
Kreative Spielideen sorgen für die nötige Abwechslung im Kinderzimmer und sind ein großer Spaß für Eltern und Kinder. Spielen ist wichtig, um die nötige Ausgeglichenheit im Kind zu schaffen und trägt zur Entwicklung von Gedächtnis, Selbständigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit bei. Es ist wichtig, dass Eltern ihrem Nachwuchs den Spaß an kreativen Spielideen vermitteln und auch selbst beim Basteln und Malen mit den Kleinen aktiv werden.
Natürlich sind gekaufte Spiele wie Bausteine, Ausmalbücher und Computer-Lernsoftware bei der frühkindlichen Entwicklung nützlich, können jedoch den kreativen Umgang mit handgemachten Spielideen nicht vollständig ersetzen. Mehr Abwechslung in den Spielalltag bringen die folgenden Anregungen zu Spielideen allemal. Murmelbilder sind eine tolle Möglichkeit, die kindliche Kreativität zu fördern. Nehmen Sie dazu den Deckel eines Schuhkartons und befestigen Sie darin ein Papier mit Klebeband. Nun darf das Kind nach Herzenslust Murmeln in Finger- oder Wasserfarben tunken und in den Deckel legen. Dann einfach die Murmeln hin und her rollen lassen und das so entstehende Kunstwerk bewundern. Ganz ohne Pinsel ergibt sich ein wunderschönes Bild, das nach dem Trocknen aus dem Deckel genommen wird. Kartoffelstempeln macht Spaß und schult die Feinmotorik des Kindes. Zerteilen Sie eine rohe Kartoffel, zeichnen Sie eines oder mehrere Muster (Sterne, Herzen, Kreise) darauf und schneiden Sie diese aus.
Diese Stempel kann Ihr Kind in Farbe tauchen und nach Herzenslust zum Verschönern von Papier oder Stoff nutzen. Auch mit Kleister lässt sich eine Spielidee für alle Sinne gestalten: Rühren Sie dazu Tapetenkleister in einem Eimer und tunken Sie ein großes Blatt Papier hinein. Jetzt kann Ihr Kind Wasserfarbe auf das Papier geben, und diese mit dem Pinsel oder diversen Gegenständen verteilen. Das kreative Meisterwerk kann getrocknet auch als Geschenkpapier weiterverwendet werden. Beliebt bei Kindern ist es auch, einen aufgeblasenen Luftballon mit gekleistertem Zeitungspapier zu bekleben. Ist dieser getrocknet, lässt sich der Ballon mit einem Teppichmesser aufschneiden und beispielsweise zu einem Sparschwein umfunktionieren. Pappe und Eierkartons können als Füße oder Ohren des Fantasietieres angeklebt werden.
Im zweiten Lebensjahr ändert sich die Rolle der Eltern grundlegend. Das Kind ist aufgrund seiner körperlichen und seelischen Entwicklung allmählich in der Lage, sich aus der engen Bindung an die Erwachsenen zu lösen. Es erlebt sich immer selbstbewusster als eigenständiges Individuum und kann schon viele Dinge selbst tun, die es im ersten Jahr den Erwachsenen, vor allem seinen Eltern, überlassen musste:
Es läuft ohne Hilfe, es versucht mehr und mehr ohne Hilfe zu essen und drückt seine Wünsche und Bedürfnisse deutlicher aus. Dadurch gewinnen die Eltern und das Kind neuen Freiraum. Im ersten Jahr mussten sie sich in ihrem Lebensrhythmus weitgehend dem Baby anpassen, jetzt haben sie mehr Spielraum. Die neue Freiheit bringt jedoch auch einige Aufgaben mit sich. Es genügt nun nicht mehr, dass die Eltern dem Kind Nahrung, Liebe und Wärme geben. Es braucht jetzt mehr Anleitung, Erklärungen und geduldige Lehrer, es muss allmählich mit ausgewählten Regeln und Normen des menschlichen Zusammenlebens vertraut gemacht werden. Die Erziehung folgt den offenen oder verdeckten Zielen, die Eltern für ihr Kind verfolgen, also den Zielen, die Eltern bewusst anstreben und denjenigen, die unausgesprochen oder unbewusst, oft auch ungewollt, verwirklicht werden.
Deshalb ist es wichtig für Sie, sich von Zeit zu Zeit mit der Frage auseinanderzusetzen: “Welche Ziele haben wir mit (und für) unser Kind, wohin wollen wir es führen, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollen wir besonders fördern?” Wenn sie ehrlich mit sich selbst sind, werden sie wahrscheinlich feststellen, dass sich dabei auch sehr persönliche, unter Umständen auch egoistische Wünsche einschleichen: das Kind soll so werden wie der Vater oder die Muter, es soll möglichst lange ein anhängliches Kind bleiben, es Träume verwirklichen, die die Eltern selbst nie realisieren konnten usw. Diese Wunschvorstellungen lassen sich nicht leicht ausschalten. Ausschlaggebend ist, dass man solche Einstellungen und Haltungen nicht gewaltsam unterdrückt, sondern dass man sich über entsprechende Ansprüche an das Kind klar wird und sie sich eingesteht. Nur so kann man sie auf ein vertretbares Maß reduzieren und eventuell korrigieren. Im zweiten Lebensjahr können sie sich, neben und ergänzend zu den Entwicklungsanregungen, besonders auf die Bereiche konzentrieren, die sich jetzt bei ihrem Kind in stürmischer Entwicklung befinden: Sprache, Motorik, Denken und Selbstständigkeit. Auf einige diesbezügliche Erziehungsziele wird im Folgenden besonders eingegangen.
Die meisten Eltern sind der Ansicht, ein Kind brauche Geschwister, Einzelkinder würden zwangsläufig verwöhnt, egoistisch und lebensuntüchtig. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass diese Meinung falsch ist. Einzelkinder haben sogar, wenn die notwendigen ausgleichenden Maßnahmen nicht übersehen werden, sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten.
Sie besitzen im Durchschnitt eine bessere körperliche und psychische Verfassung als Geschwister: Sie sind häufig weniger ängstlich, können sich leichter anpassen, zeigen in vielen Bereichen höhere Leistungen und lassen sich nicht so schnell entmutigen. Ähnlich positiv schneiden übrigens auch Erstgeborene mit einem relativ großen Altersabstand zu den nachfolgenden Geschwistern ab. Das alles lässt sich durch die intensive Förderung und ungeteilte Zuwendung besonders in den ersten Lebensjahren erklären, ferner durch die günstige ökonomische Situation sowie das soziale und ökologische Umfeld der Familien von Einzelkindern. Starke Verwöhnung, Isolierung von anderen Kindern und zu hohe Erwartungen der Eltern können sich aber auch ungünstig auf das Einzelkind auswirken.
Ein so erzogenes Kind bleibt dann unselbstständig, ängstlich und neigt zu altklugem oder clownhaftem Auftreten. Es lässt sich aufgrund dieser Erkenntnisse also nicht pauschal beantworten, ob es für ein Kind besser ist, die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe der Eltern zu besitzen oder unter Geschwistern aufzuwachsen. Jede Situation bringt Vor- und Nachteile mit sich, die durch die Wahl der ergänzenden Spielfreunde und durch ihr eigenes Verhalten ausgeglichen werden können. Bei geschicktem Verhalten der Eltern finden Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, leichter zu einem sozialen Miteinander als Einzelkind, das gilt vor allem für das Verhalten innerhalb altersgemischter Kleingruppen. Sie beziehen aus der Gruppe einen starken Rückhalt und ein ausgeprägtes Wir – Gefühl. Sie entwickeln früh einen Sinn für Gerechtigkeit und lernen, Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten zu respektieren. Daher fällt es ihnen leichter als Einzelkindern, ungleiche Behandlung, wie sie überall in unserer sozialen Wirklichkeit anzutreffen ist, ohne allzu starke Frustrationen zu verarbeiten. Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, erleben sich je nach ihrer Stellung innerhalb der Geschwisterreihe verschieden. Es liegt überwiegend an den Eltern, wie ein Kind die Rolle des älteren oder jüngeren Bruders bzw. der älteren oder jüngeren Schwester erlebt und verarbeitet. Je mehr Kinder in einer Familie leben, desto sicherer fühlen sich das älteste und das jüngste Kind. Ihre Rollen sind genau definiert und werden ihnen von niemanden streitig gemacht.
Die mittleren Kinder dagegen haben mehr Schwierigkeiten, die mit der Anzahl der Kinder steigen, das sie sowohl mit älteren wie auch mit jüngeren Geschwistern Rivalitätskonflikte austragen müssen. Die Gefahr, dass das Nesthäkchen bevorzugt wird, ist bei diesen Familien größer als bei der Zwei-Kind-Familie. Dadurch fällt es dem Jüngsten später schwer, die notwendigen Pflichten zu akzeptieren und zu erfüllen. Die Älteren reagieren ihre Eifersucht untereinander b, nicht jedoch gegenüber dem Jüngsten.
Die schönste Zeit mit Kindern erlebt man in den ersten Monaten und Jahren ihres Lebens. In dieser Zeit sollte man sich besonders gut und intensiv um sie kümmern und mit ihnen beschäftigen, da sie wie im Fluge vergeht. Außerdem brauchen Säuglinge besonders viel Zuneigung und Geborgenheit, um die Entwicklung ihrer Fähigkeiten zu fördern und sie in die Umwelt zu integrieren. Da diese Zeit für die Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern sehr wichtig ist, versuchen wir im folgenden einige nützliche Tipps zu geben.
Der normale Tagesablauf
Das ein- bis zweijährige Kind wacht gewöhnlich morgens zwischen sechs und acht Uhr von selbst auf. In der ersten halben Stunde danach beschäftigt es sich oft ganz gut mit sich selbst. Doch dann wünscht es Abwechslung, etwas zu essen und zu trinken, eine trockene Windel und vor allem möchte es, dass sich jemand mit ihm beschäftigt. Wenn sie in dieser Zeit noch nicht länger auf ihr Kind eingehen können, überbrücken sie die Wartezeit durch einen Keks oder ein Brotstück zum Knabbern und lassen sie es ein kleines Glas Saft trinken. Geben sie ihm zusätzlich noch ein Spielzeug in die Hand oder sonst eine Abwechslung, so haben sie Zeit für sich und können in Ruhe das Frühstück vorbereiten. Dann legen sie ihr Kind trocken, damit ihm das Frühstück gut schmeckt. Nach dem Frühstück spielt ihr Kind allein oder mit ihnen, oder sie machen einen ersten Spaziergang. Anschließend bieten sie ihm Zwischenimbiss an. Zwischen zehn und elf Uhr wir ihr Kind sich in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres gern zu einem kleinen Vormittagsschlaf hinlegen. Lassen sie es von selbst aufwachen – für sie selbst ist diese Zeit vielleicht eine willkommene Ruhepause. So steuert es sein Schlafbedürfnis selbst und ist am Nachmittag ausgeruht und unternehmungslustig. Nach dem Vormittagsschlaf geben sie ihrem Kind etwas zu essen und beschäftigen sich mit ihm. Bei regenfreiem Wetter gehen sie vielleicht auf einen Spielplatz oder spielen mit ihm auf der Terrasse oder dem Balkon. In dieser Spielphase können sie sich möglicherweise durch eine andere Person entlasten lassen – ihr Kind sollte nicht nur intensiver Kontakt sowohl zur Mutter als auch zu seinem Vater haben, sondern auch zu älteren Geschwistern oder anderen Bezugspersonen. Zwischen 17.30 und 18.45 Uhr gibt es Abendessen. Nach dem Essen spielt ihr Kind gern noch einmal mit einem Erwachsenen. Nun sollte jedoch nicht mehr wildes Toben stattfinden, sonst ist ihr Kind aufgedreht und kann nicht einschlafen. Nichts ist schöner für ihr Kind, als wenn sie für es zum Tagesausklang ein Bettgehritual entwickeln. Bleiben sie nicht unbedingt am Bett sitzen, bis es eingeschlafen ist – zu leicht versucht es sonst, sie als anregender Entertainer festzuhalten. In der Regel schläft ihr Kind nachts, vor allem wenn es genug erlebt hat, sieben bis neun Stunden ohne Unterbrechung. So kann sich das Durchschlafen entwickeln: Wenn ihr Kind zunächst von 23 Uhr bis vielleicht morgens vier Uhr schläft, bringen sie es schon 22.45 Uhr ins Bett. Wenn es bei dieser Einschlafzeit bis halb fünf durchschläft, verlegen sie das Zubettbringen weiter nach vorne und schaukeln so die Schlafzeit hoch von ca. 22 Uhr bis sechs Uhr oder später sogar von 21 Uhr bis sieben Uhr morgens.