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Jedes Jahr sieht sich eine Vielzahl heimischer Schüler mit der Situation konfrontiert, in einem Fremdsprachengegenstand zum Schulschluss negativ beurteilt zu werden. Vielen von ihnen gelingt es über das Jahr hinweg nicht den Lernaufwand der jeweiligen Gegenstände zu bewältigen. Im Fall einer Jahres- oder Semesterprüfung zum Schulschluss ist klar, dass diese nicht jeder positiv absolvieren kann. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist es für jene Schüler Gewissheit, dass sie die Ferien dafür verwenden werden müssen, sich die versäumten Fremdsprachenkenntnisse anzueignen, um im Herbst bei einer Wiederholungsprüfung nicht durchzufallen. Viele dieser Schüler sehen den einzigen Ausweg aus ihrer Misere im stunden- und tagelangen Heimstudium. Nur so, denken sie, kann es ihnen gelingen, eine positive Note im Rahmen der Wiederholungsprüfung zu erreichen.
Eine weitaus bequemere und sicherlich auch abwechslungsreichere Variante des Fremdsprachenlernens ist die Absolvierung einer Sprachreise. Sprachreisen sind Reisangebote, bei denen der Schulbesuch einer Sprachschule im Ausland das zentrale Element ist. Im Rahmen des Besuchs einer solchen Sprachschule gelingt es Schülern meist in nur wenigen Woche ihre sprachlichen Defizite zu beseitigen. Eine Sprachreise besteht allerdings nicht nur aus Schule und Lernen. Moderne Sprachreisen bieten zusätzlich urlaubsähnliche Elemente an, die natürlich bei Jugendlichen besonders beliebt sind. Die Dauer einer typischen Sprachreise beläuft sich in den meisten Fällen auf 2-3 Wochen. In diesen 2-3 Wochen ist es meist kein Problem, die Schüler auf ihre Wiederholungsprüfungen ideal vorzubereiten.
Die Destinationen, zu denen heute Sprachreisen angeboten werden, sind teilweise sehr exotisch, auf der anderen Seite aber auch durchaus traditionell. Ein perfektes Beispiel dafür sind Sprachreisen für die spanische Sprache. Bis vor wenigen Jahren standen für spanische Sprachreisen nur Destinationen in Spanien selbst zur Verfügung. Zwar war die Anzahl dieser Destinationen für Sprachreisen nach Spanien durchaus groß, allerdings geografisch begrenzt. Heute finden sich in den Angeboten von Reiseagenturen und Reisebüros, die sich auf die Ausrichtung und Organisation von Sprachreisen spezialisiert haben, auch Destinationen in Mittel- und Südamerika. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich aktuell Sprachreisen nach Mexiko
Mit den neuen Möglichkeiten und Fähigkeiten des Kindes wächst seine Selbstständigkeit. Für die Eltern ist es jetzt gar nicht einfach, das richtige Maß von Nähe und Distanz zum Kind zu finden. Einerseits ist es noch sehr anhänglich und braucht die Hilfe der Erwachsenen. Andererseits strebt es weg von der versorgenden, beschützenden Mutter/Vater – Kind – Einheit. Es möchte viele Dinge selber tun: allein essen, sich allein anziehen, allein Treppen steigen und noch viel mehr. Besonders Mütter leiden manchmal, wenn sie erleben, dass sich ihr Kind von ihnen lösen möchte. Sie würden am liebsten noch recht lange das süße, hilflose Baby in ihm sehen.
Doch für die Entwicklung der Persönlichkeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Eltern die Bestrebungen des Kindes nach Selbstständigkeit unterstützen. Wenn sie dem Kind jetzt alle Schwierigkeiten abnehmen, bleibt es ungeschickt und hilflos, es wird möglicherweise bequem und anspruchsvoll. Mit der zunehmenden Selbstständigkeit bekommt das Kind ein Gefühl der Verantwortung für sein Tun. Je früher es im Rahmen seiner Möglichkeiten Entscheidungen treffen darf, desto eher und besser gewöhnt es sich daran. Lassen sie es also schon jetzt in manchen Bereichen mitbestimmen, z.B. in Essensfragen, bei der Wahl des Spielzeugs, bei der Kleiderwahl usw. Eine Vorauswahl allerdings sollten noch oft sie selbst treffen, das heißt, sie müssen dem Kind zwei oder drei Möglichkeiten vorschlagen. Bei allgemeinen Fragen wie “Wohin willst du spazieren gehen?” oder “Was möchtest du essen?” wäre ihr Kind noch am Jahresende noch überfordert. Der Bewegungsdrang ihres Kindes wird in diesem Jahr immer größer.
Je weniger sie ihn einschränken, desto besser ist das natürlich für das Kind. Wenn sie ständig sagen: “Pass auf, fass das nicht an!”, “Achtung, gleich geht das kaputt!” usw., bekommt ihr Kind das Gefühl, dass es nur Schaden anrichtet und ungeschickt ist. Es wird verunsichert und ängstlich bei der Erforschung der Umwelt. Aus den gleichen Gründen ist es ungünstig, das Kind länger als zu seinem kurzzeitigen Schutz z.B. für das Erledigen von Telefonaten, das Öffnen der Wohnungstüre oder für ein paar Handgriffe in der Küche in einem Laufstall festzuhalten.
Streitereien zwischen Kindern bedeuten nicht, dass sie sich nicht leiden können. Unmittelbar danach ist der Streit vergessen und sie sind wieder ein Herz und eine Seele. Da Auseinandersetzungen in diesem Alter ungehemmt körperlich ausgetragen werden, sollten sie die Kinder im Auge behalten, um ernstere Verletzungen zu verhindern. So können sie auch vermittelnd eingreifen, wenn das schwächere Kind ständig unterliegt. Behandeln sie die Kampfhähne möglichst unparteiisch, aber seien sie auch nicht zu streng mit ihrem eigenen Kind, nur weil sie es auf keinesfalls bevorzugen wollen.
Ihr Kind muss sich jederzeit zu ihnen flüchten können, um Schutz vor einem Angriff zu finden. Bei ihnen holt es sich die Sicherheit und den Mut für neue Kontaktversuche, aber auch für Auseinandersetzungen, die für seine Entwicklung ebenfalls wichtig sind: das richtige Maß der Durchsetzung eigener Interessen muss gelernt werden. Die kleinen Machtproben sind nötig und sinnvoll. Die Kinder lernen dabei, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und zu vergleichen. Erwarten sie nicht, dass ihr Kind jetzt schon großzügig teilen kann. Es will alles selbst besitzen, das Abgeben wird noch als Verlieren erlebt. Gibt ein Kind freiwillig etwas ab, lässt das darauf schließen, dass es genügend Spielsachen besitzt und auch sonst nicht zu kurz kommt. Ein Teil der Auseinandersetzungen kann vermieden werden, wenn sie für die (beiden) Kinder die gleichen Spielsachen bereithalten. Mit zwei Jahren zeigt ein Kind bereits ausgeprägte Vorlieben für bestimmte Spielkameraden. Diese haben großen Einfluss auf sein Verhalten, da es unterschiedslos alles nachahmt.
Es übernimmt z.B. die übermäßig zerstörerische Verhaltensweisen des einen Kindes ebenso wie die positiven Eigenschaften eines anderen. Nicht jedes gleichaltrige Kind ist also ein geeigneter Spielgefährte – Sie können durch die Wahl eines Spielpartners erzieherisch Einfluss ausüben!
In den ersten Lebensjahren wird das spätere Gefühlsverhalten eines Menschen geprägt. Daher sollten die positiven Gefühlserlebnisse (z.B. Freude oder Entspannung) die negativen (z.B. Angst, Enttäuschung oder Hilflosigkeit) deutlich überwiegen. Ein gewisses maß an negativen Erfahrungen wird sich jedoch nicht vermeiden lassen und ist sogar notwendig. Denn das Kind muss ja lernen, auch mit Enttäuschungen fertig zu werden. Ein Kind, dem man jede Schwierigkeit aus dem Weg räumt, wäre später allzu verletzlich. Um Missverständnissen vorzubeugen: diese Frustrationen sollen natürlich nicht absichtlich von den Eltern verursacht werden.
In aller Regel ergeben sie sich in ausreichender Menge von selbst, z.B. durch Verbote, auf denen man zum Schutz des Kindes bestehen muss, aber auch aus den Misserfolgen, die das Kind wegen seiner noch mangelnden Fähigkeiten immer wieder erlebt. Positive Gefühle sind auch während des ersten Lebensjahres nicht nur an die Befriedigung physischer Bedürfnisse geknüpft. Ein Kind lächelt nicht nur zufrieden, wenn es satt ist, sondern auch, wenn sich eine vertraute Person nähert. Dagegen ist es unzufrieden, wenn man streng mit ihm redet. Die sozialen Gefühle des Kindes werden im zweiten Lebensjahr immer vielfältiger und differenzierter. Es freut sich nicht nur über freundliche Zuwendung, sondern sucht auch von sich aus schon Zärtlichkeit, besonders wenn es müde wird. Es reagiert gekränkt, beleidigt oder wütend, wenn ihm etwas nicht passt und zeigt Freude und Stolz aufgrund einer eigenen Leistung. Seine Gefühle äußert es jetzt differenzierter. Das zeigt sich vor allem in Situationen, die Zorn oder Angst hervorrufen. Früher schrie es, wenn es Wut oder Angst ausdrücken wollte. Jetzt hat es mehr Möglichkeiten: Es kann im Widerstand seinen Körper versteifen, feuert zornig seine Spielsachen durchs Zimmer oder läuft ängstlich weg. Später kann es auch mit Worten seine Gefühle ausdrücken. Behinderungen in der Bewegungsfreiheit nimmt das Kind jetzt nicht mehr geduldig hin, auch nicht die Vereitelung seiner Absichten. Es versucht stattdessen, zielbewusst seinen Willen durchzusetzen und reagiert unwillig, wenn es anbei gehindert wird. Es neigt stark zur Eifersucht, wenn ihm die Aufmerksamkeit der Mutter oder des Vaters nicht ungeteilt gilt. Das wird z.B. problematisch, wenn gegen Ende des zweiten Lebensjahres ein Geschwisterchen geboren wird und das Erstgeborene die damit gegebene Veränderung wahrnimmt. Jetzt erlebt ihr Kind auch häufiger Angstgefühle. Es kann immer mehr Gefahren erkennen, weiß aber noch nicht, inwieweit es bedroht ist und wie es sich davor schützen kann. Dunkle Zimmer, Alleinsein oder plötzliche Ortsveränderungen ängstigen es, es fürchtet sich, wenn es auf dem Tisch steht oder nicht über einen Stuhl herunterklettern kann. Dann weint es, verbirgt das Gesicht oder sucht sicheren Abstand zu gewinnen. Auch Gefühle wie Besitzenwollen (z.B. Spielsachen anderer Kinder) oder Mitleid (mit jemandem, der weint) kennt es bereits.
Die meisten Eltern sind der Meinung, dass sie alle Kinder gleich gern haben und auch alle gleich behandeln. Würden sie sich ganz genau beobachten, so könnten sie wahrscheinlich erkennen, dass sie doch kleine Unterschiede machen. Bei einem Kind sind sie vielleicht mal strenger, bei dem anderen nachsichtiger, ein Kind ist mehr der Liebling der Mutter, das andere des Vaters. Die Kinder spüren natürlich die ungleiche Behandlung und reagieren darauf. Dann ziehen die Erwachsenen unter Umständen den Schluss daraus, das sei eine besondere Eigenart des (rebellierenden!) Kindes. Um allen Kindern gleichmäßig gerecht zu werden, brauchen Eltern ein waches Einfühlungsvermögen und Verständnis. Sie müssen die bestimmten Positionen innerhalb der Geschwisterreihe berücksichtigen und sich in die spezielle Lage jedes Kindes einzufühlen versuchen. Wenn sie gezielt für jedes Kind besondere Wünsche bei bestimmten Gelegenheiten erfüllen, kann die gelegentliche Bevorzugung des einen oder anderen Kindes auf Dauer ausgeglichen werden. Nur selten wird das Erstgeborene das nachkommende Kind problemlos aufnehmen.
Es muss jetzt plötzlich die bisher ganz auf sich konzentrierte Liebe der Eltern mit einem Bruder oder einer Schwester teilen, Mutter und Vater können ihm nicht mehr so viel Zeit widmen. Es ist also verständlich, dass das Kind auf diese Entthronung eifersüchtig und vielleicht sogar aggressiv reagiert. Diese Eifersucht kann man nicht nur mit hohen Worten bekämpfen. Es genügt auch nicht, dass sich beispielsweise der Vater nun intensiver um das älteste Kind kümmert, weil es sich von der Mutter abgeschoben fühlt. Appelle an Einsicht und Vernunft nützen wenig – auch erwachsene können in Gefühlsdingen oft schwer “vernünftig” handeln. Was sollten sie also tun? Lassen sie ihrem Kind Zeit, sich an den Neuankömmling zu gewöhnen. Bestätigen sie es von nun an besonders in seinen Fähigkeiten, die es aufgrund seines Altersvorsprungs bereits erworben hat, loben sie es noch ein bisschen mehr! Verlangen sie aber nicht durchgehend eine “reife” oder “vernünftige” Haltung und machen sie es nicht zum Babysitter für das jüngere Kind. Geben sie ihm viele altersgemäße Betätigungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Es darf z.B. mit anderen Kindern spielen, seine Freunde mit nach Hause bringen usw. Mit dem jüngeren Kind spielt es überwiegend nur dann, wenn es Lust dazu hat. Keinesfalls soll es gezwungen werden, sein Spielzeug an das jüngere abzugeben. Bei einem Altersunterschied von eindreiviertel bis dreieinhalb Jahren sind Konkurrenz und Eifersucht stark ausgeprägt.
Das jüngste Kind wird später meist kontaktfreudig, heiter und selbstsicher sein. Wenn es zu sehr verwöhnt wird. Neigt es dazu, kindlich zu bleiben, auf den selbstverständlichen Zuspruch durch andere zu warten und Scheu vor Verantwortung und Eigeninitiative zu haben. Bitten sie ihr Umgebung darum, das Nesthäkchen nicht zu sehr zu verwöhnen und bei ihm nicht auch noch die Unarten niedlich zu finden. Schützen sie ihr Jüngstes aber vor Herabsetzung durch seine älteren Geschwister. Wenn es sich zu oft unterlegen fühlen muss, wird es keine Selbstsicherheit entwickeln. Es überdeckt seine Minderwertigkeitsgefühle dann später mit Angeben und leichtsinnigen Handlungen. Unterstützen sie die Kontakte mit gleichaltrigen Freunden. Das mittlere Kind kann aufgrund seiner Mittelstellung keine besonderen Vorteile aus einer Rolle beziehen. Es ist weder das überlegene ältere Kind noch das “süße” jüngste.