Da kommt ein nigelnagelneues Kind auf die Welt und die ganze Familie freut sich. Die Verwandten lassen sich nicht lumpen und schenken dabei Strampler, Rasseln und Plüschtiere was das Zeug hält und auch die neue Familie kauft fleißig ein, oft auch unsicher darüber, was so ein Kind wirklich alles braucht um gesund und glücklich groß zu werden.
Der Gang zur Kasse der Babymärkte ernüchtert meist schnell, ob der Summen, die sich da im Handumdrehen ansammeln, denn Babykleidung und Kinderartikel, sind oftmals ziemlich teuer. Und so ein Baby wächst schnell heran, manchmal schneller als vermutet und schwupps, passt der 50 Euro teure Strampler nicht mehr, dabei hat ihn das Kind nur einmal getragen. Im Rausch der Basare – gebrauchte Kleidung für Kinder Gerade weil Baby und Kinderartikel so teuer sind und die Haushaltskassen der meisten nicht gerade überquellen gehen immer mehr Familien dazu über Baby- und Kinderkleidung gebraucht zu kaufen. Auch ein Maxi Cosi ist nicht gerade sehr billig, wenn dieser neu gekauft wird. Auch ich bekenne mich dazu, zu diesen Basar-Junkie-Tanten zu gehören. Und wer selbst schon einmal so einen Gebrauchtartikel-Basar für Kinder mitgemacht hat, der weiß, welch hohes Suchtpotential dahinter steckt. Meine Freundin und ich wir notieren uns akribisch die Termine der Basare in den Gemeindehallen und machen diese Nachmittage dann zu einem Ausflugsziel mit anschließendem Kaffee und Kuchen – auf diesen Basaren wird meist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Eine feine Sache! Eine Viertelstunde vor Beginn sollte man ankommen, wenn man sich einen guten Platz in vorderster Reihe ergattern will und eine riesige blaue Einkaufstasche (eines schwedischen Möbelhauses, das ich jetzt nicht namentlich nennen will) gehört ebenso zur Grundausstattung wie eine gewisse Geräuschpegelfestigkeit. Meine Freundin und ich halten uns dann die besten Schnäppchen entgegen: “Schau mal, diese süße Jeans-Hose für 2 Euro! Wäre das nicht was für deine Kleine!?” Mit beiden Händen wühlen wir uns durch die Berge und packen ein: Hosen, Pullis, Hörspielkassetten…
An der Kasse zahlen wir vielleicht auch 50 Euro, aber diesmal für eine vollgefüllte Tasche. Die Grenzen des Basareinkaufs Mit Wehmut muss ich erkennen, dass diese Art des Basareinkaufs nur für kleinere Kinder funktioniert, je älter die Kinder werden, desto konkreter werden die Wünsche und schließlich wollen Schulkinder in ihrer Gruppe ja nicht immer mit den Klamotten aus der Vorsaison aufwarten. Ich werde mich wohl beizeiten daran gewöhnen müssen, Kinderkleidung und andere Artikel im Fachhandel zu erstehen. Wenn die Kinder größer sind, wachsen die ja auch nicht mehr so schnell heraus.