Kennzeichen der motorischen Entwicklung

Oktober 30th, 2009 Leave a comment Go to comments

cube Eine sehr entscheidende Veränderung im Leben eines Kleinkindes ist sein Übergang zur aufrechten Haltung. Natürlich geschieht das nicht von heute auf morgen. Ihr Kind muss viele Anstrengungen bewältigen, bis es relativ mühelos stehen und gehen kann. Die Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Stadien durchlaufen werden, ist von Kind zu Kind verschieden. Das eine verharrt auf einer Stufe vielleicht nur so kurz, dass man den Eindruck hat, es überspringe sie. Dafür verweilt es möglicherweise umso länger auf einer anderen.

Wenngleich die Dauer der einzelnen Entwicklungsschritte individuell sehr unterschiedlich ist, ist die Abfolge bei vielen Kindern gleich, da sie überwiegend durch Wachstums- und Reifungsfaktoren bestimmt wird. Wenn einzelne Phasen übersprungen werden, so kann es auch daran liegen, dass die für dieses Alter erforderlichen Entwicklungsreize fehlen. Umwelteinflüsse, auch die intensive Beschäftigung mit dem Kind, können beschleunigend auf die motorische Entwicklung wirken. Sie sind natürlich nur dann erfolgreich, wenn der Körper wie Knochen, Muskeln und Nervensystem die nötigen Vorraussetzungen entwickelt hat. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine vorzeitige Übung nur eine vorübergehende Leistungsverbesserung bewirken oder sogar schädlich sein. Andererseits genügt es auch im motorischen Bereich nicht, das Kleinkind einfach sich selbst zu überlassen.

Seine spontane Aktivität bedarf der regulierenden Anleitung durch den Erwachsenen, damit seine Fertigkeiten den bestmöglichen Stand erreichen. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei die Motivation: ein Kind, das nicht durch Anerkennung und Zuspruch ermutigt wird, verwendet weniger Energie und Ausdauer auf den Erwerb von Fertigkeiten. Auch kann der Erwachsene dem Kind aus Selbstüberforderung resultierende Enttäuschungen ersparen

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