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Posts Tagged ‘Bewegungsfreiheit’

Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit

Oktober 30th, 2009 admin 2 comments

comic-1 Mit den neuen Möglichkeiten und Fähigkeiten des Kindes wächst seine Selbstständigkeit. Für die Eltern ist es jetzt gar nicht einfach, das richtige Maß von Nähe und Distanz zum Kind zu finden. Einerseits ist es noch sehr anhänglich und braucht die Hilfe der Erwachsenen. Andererseits strebt es weg von der versorgenden, beschützenden Mutter/Vater – Kind – Einheit. Es möchte viele Dinge selber tun: allein essen, sich allein anziehen, allein Treppen steigen und noch viel mehr. Besonders Mütter leiden manchmal, wenn sie erleben, dass sich ihr Kind von ihnen lösen möchte. Sie würden am liebsten noch recht lange das süße, hilflose Baby in ihm sehen.

Doch für die Entwicklung der Persönlichkeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Eltern die Bestrebungen des Kindes nach Selbstständigkeit unterstützen. Wenn sie dem Kind jetzt alle Schwierigkeiten abnehmen, bleibt es ungeschickt und hilflos, es wird möglicherweise bequem und anspruchsvoll. Mit der zunehmenden Selbstständigkeit bekommt das Kind ein Gefühl der Verantwortung für sein Tun. Je früher es im Rahmen seiner Möglichkeiten Entscheidungen treffen darf, desto eher und besser gewöhnt es sich daran. Lassen sie es also schon jetzt in manchen Bereichen mitbestimmen, z.B. in Essensfragen, bei der Wahl des Spielzeugs, bei der Kleiderwahl usw. Eine Vorauswahl allerdings sollten noch oft sie selbst treffen, das heißt, sie müssen dem Kind zwei oder drei Möglichkeiten vorschlagen. Bei allgemeinen Fragen wie “Wohin willst du spazieren gehen?” oder “Was möchtest du essen?” wäre ihr Kind noch am Jahresende noch überfordert. Der Bewegungsdrang ihres Kindes wird in diesem Jahr immer größer.

Je weniger sie ihn einschränken, desto besser ist das natürlich für das Kind. Wenn sie ständig sagen: “Pass auf, fass das nicht an!”, “Achtung, gleich geht das kaputt!” usw., bekommt ihr Kind das Gefühl, dass es nur Schaden anrichtet und ungeschickt ist. Es wird verunsichert und ängstlich bei der Erforschung der Umwelt. Aus den gleichen Gründen ist es ungünstig, das Kind länger als zu seinem kurzzeitigen Schutz z.B. für das Erledigen von Telefonaten, das Öffnen der Wohnungstüre oder für ein paar Handgriffe in der Küche in einem Laufstall festzuhalten.

Was tun, wenn Kinder raufen

Oktober 30th, 2009 admin No comments

illustration_comic_baby Streitereien zwischen Kindern bedeuten nicht, dass sie sich nicht leiden können. Unmittelbar danach ist der Streit vergessen und sie sind wieder ein Herz und eine Seele. Da Auseinandersetzungen in diesem Alter ungehemmt körperlich ausgetragen werden, sollten sie die Kinder im Auge behalten, um ernstere Verletzungen zu verhindern. So können sie auch vermittelnd eingreifen, wenn das schwächere Kind ständig unterliegt. Behandeln sie die Kampfhähne möglichst unparteiisch, aber seien sie auch nicht zu streng mit ihrem eigenen Kind, nur weil sie es auf keinesfalls bevorzugen wollen.

Ihr Kind muss sich jederzeit zu ihnen flüchten können, um Schutz vor einem Angriff zu finden. Bei ihnen holt es sich die Sicherheit und den Mut für neue Kontaktversuche, aber auch für Auseinandersetzungen, die für seine Entwicklung ebenfalls wichtig sind: das richtige Maß der Durchsetzung eigener Interessen muss gelernt werden. Die kleinen Machtproben sind nötig und sinnvoll. Die Kinder lernen dabei, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und zu vergleichen. Erwarten sie nicht, dass ihr Kind jetzt schon großzügig teilen kann. Es will alles selbst besitzen, das Abgeben wird noch als Verlieren erlebt. Gibt ein Kind freiwillig etwas ab, lässt das darauf schließen, dass es genügend Spielsachen besitzt und auch sonst nicht zu kurz kommt. Ein Teil der Auseinandersetzungen kann vermieden werden, wenn sie für die (beiden) Kinder die gleichen Spielsachen bereithalten. Mit zwei Jahren zeigt ein Kind bereits ausgeprägte Vorlieben für bestimmte Spielkameraden. Diese haben großen Einfluss auf sein Verhalten, da es unterschiedslos alles nachahmt.

Es übernimmt z.B. die übermäßig zerstörerische Verhaltensweisen des einen Kindes ebenso wie die positiven Eigenschaften eines anderen. Nicht jedes gleichaltrige Kind ist also ein geeigneter Spielgefährte – Sie können durch die Wahl eines Spielpartners erzieherisch Einfluss ausüben!

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Frische Luft und Sonne

Oktober 28th, 2009 admin No comments

Durch die größere Bewegungsfreiheit und Neugier kommt ihr Kind ständig mit Sand, Erde, Staub und dergleichen in Berührung. Ärzte und Psychotherapeuten vertreten im Hinblick auf Hygiene etwas unterschiedliche Standpunkte: die einen betonen mehr, dass im Schmutz auch Krankheitserreger und schädliche Stoffe enthalten sind, während die anderen auf die mit pedantischer Hygiene verbundenen Zwänge verweisen. Vielleicht versuchen sie, einen goldenen Mittelweg zwischen diesen Standpunkten einzuschlagen. Im Sommer kann ihr Kind den ganzen Tag im Freien spielen.

Bei Sommerhitze muss es allerdings in der Zeit zwischen zehn und 17 Uhr wegen der schädlichen ultravioletten Strahlung unbedingt einen Sonnenschutz (Hütchen, Schirmmütze) tragen oder ständig im Halbschatten verbringen. Die nackten Körperstellen ihres Kindes sollten sie immer mit einer Sonnen- oder Witterungsschutzcreme (Lichtschutzfaktor mindestens zehn) einreiben, wenn sie mit ihm ins Freie gehen. Denn da wissen sie ganz genau ihr Kind ist mit Sonnenschutzlichtfaktor zehn eingerieben und es kann zehnmal länger als ohne diesen Schutz in der Sonne bleiben. Vergessen sie bei längerem Aufenthalt in der Sonne nicht die Kopfbedeckung für ihr Kind. Große Freude haben Kinder, wenn sie ein Planschbecken im Garten oder auf der Terrasse aufstellen können. Für ein kleines aufblasbares Becken oder eine Plastikwanne finden sie schon auf einem Balkon Platz. Bedenken sie aber, dass sie niemals ihr Kind unbeobachtet im Wasser spielen lassen! Selbst wenn das Becken oder die Wanne nur mit wenig Wasser gefüllt ist, kann ihr Kind darin ertrinken. Nämlich dann, wenn es mit dem Gesicht nach unten fällt, darüber heftig erschrickt und sich nicht sofort aus der lebensbedrohenden Lage befreit. Nach dem Planschen, das nicht länger als 20 Minuten dauern sollte, frottieren sie ihr Kind gut ab. Wenn ihr Kind auf dem Balkon spielt, müssen sie dafür sorgen, dass es nicht über das Geländer steigen oder zwischen den Gitterstäben hindurch klettern kann. Entfernen sie die Gegenstände vom Balkon, auf die es möglicherweise steigt, um so besser nach unten sehen zu können. Beliebt sind hier Hocker ebenso wie Blumenkübel! In jedem Fall ist es das Beste, den Balkon zusätzlich mit einer geeigneten Schutzvorrichtung zu sichern. Auch dann sollten sie ihr Kind aber nicht unbeobachtet lassen. Wenn sie sich selbst z.B. lesend dazusetzen, kann sicher nichts passieren und ihr Kind freut sich über ihre Anwesenheit. Besuchen sie nicht nur Parks und Spielplätze, fahren sie auch oft ins Grüne.

Dort ist die Luft besser und ihr Kind erlebt die Atmosphäre der freien Natur. Lassen sie ihr Kind auch im Winter wenigstens eine Stunde täglich im Freien spielen. Das ist die beste Abhärtung gegen Erkältungen und Grippe. Natürlich muss es dann sehr warm angezogen sein. Im zweiten Lebensjahr kann es auch schon extreme Wetterverhältnisse kennen lernen. Gehen sie ruhig mit ihm an die Luft, wenn es einmal stark regnet, neblig ist oder Frost bis zu zehn Grad minus herrscht. Natürlich muss es bei starker Kälte die Möglichkeit haben, sich viel zu bewegen, damit es nicht friert.

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