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Jede Mutter weiß, dass es nicht immer leicht ist, wenn man mit einem Kleinkind unterwegs ist. Wie viel leichter wird doch ein Ausflug mit einem Kinderwagen. Für Kleinkinder, die schon sitzen können und ihre Umwelt erleben möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Wagen sind schon so konstruiert, dass sie umgebaut werden können. Wenn die Babies zu Kleinkindern werden, kann das Nest herausgenommen werden und die Rückenlehne wird hochgeklappt. So entsteht mit einigen wenigen Handgriffen aus einem Kinderwagen ein größerer Buggy.
Der Vorteil zu einem Buggy ist, dass der Kinderwagen zum Beispiel immer noch Möglichkeiten zur Ablage bietet und stabiler ist. An einem normalen Buggy ist es nicht so einfach eine schwere Wickeltasche zu transportieren und die meist kleineren Reifen sind schwerer zu lenken. Ein weiterer Vorteil ist, dass der umgebaute Wagen wieder in ein Liegefläche umgebaut werden kann, sollte das Kleinkind müde werden. Soviel leichter kann es gemütlich auf einen Spaziergang zum Spielplatz gehen.
Kreative Spielideen sorgen für die nötige Abwechslung im Kinderzimmer und sind ein großer Spaß für Eltern und Kinder. Spielen ist wichtig, um die nötige Ausgeglichenheit im Kind zu schaffen und trägt zur Entwicklung von Gedächtnis, Selbständigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit bei. Es ist wichtig, dass Eltern ihrem Nachwuchs den Spaß an kreativen Spielideen vermitteln und auch selbst beim Basteln und Malen mit den Kleinen aktiv werden.
Natürlich sind gekaufte Spiele wie Bausteine, Ausmalbücher und Computer-Lernsoftware bei der frühkindlichen Entwicklung nützlich, können jedoch den kreativen Umgang mit handgemachten Spielideen nicht vollständig ersetzen. Mehr Abwechslung in den Spielalltag bringen die folgenden Anregungen zu Spielideen allemal. Murmelbilder sind eine tolle Möglichkeit, die kindliche Kreativität zu fördern. Nehmen Sie dazu den Deckel eines Schuhkartons und befestigen Sie darin ein Papier mit Klebeband. Nun darf das Kind nach Herzenslust Murmeln in Finger- oder Wasserfarben tunken und in den Deckel legen. Dann einfach die Murmeln hin und her rollen lassen und das so entstehende Kunstwerk bewundern. Ganz ohne Pinsel ergibt sich ein wunderschönes Bild, das nach dem Trocknen aus dem Deckel genommen wird. Kartoffelstempeln macht Spaß und schult die Feinmotorik des Kindes. Zerteilen Sie eine rohe Kartoffel, zeichnen Sie eines oder mehrere Muster (Sterne, Herzen, Kreise) darauf und schneiden Sie diese aus.
Diese Stempel kann Ihr Kind in Farbe tauchen und nach Herzenslust zum Verschönern von Papier oder Stoff nutzen. Auch mit Kleister lässt sich eine Spielidee für alle Sinne gestalten: Rühren Sie dazu Tapetenkleister in einem Eimer und tunken Sie ein großes Blatt Papier hinein. Jetzt kann Ihr Kind Wasserfarbe auf das Papier geben, und diese mit dem Pinsel oder diversen Gegenständen verteilen. Das kreative Meisterwerk kann getrocknet auch als Geschenkpapier weiterverwendet werden. Beliebt bei Kindern ist es auch, einen aufgeblasenen Luftballon mit gekleistertem Zeitungspapier zu bekleben. Ist dieser getrocknet, lässt sich der Ballon mit einem Teppichmesser aufschneiden und beispielsweise zu einem Sparschwein umfunktionieren. Pappe und Eierkartons können als Füße oder Ohren des Fantasietieres angeklebt werden.
Im zweiten Lebensjahr ändert sich die Rolle der Eltern grundlegend. Das Kind ist aufgrund seiner körperlichen und seelischen Entwicklung allmählich in der Lage, sich aus der engen Bindung an die Erwachsenen zu lösen. Es erlebt sich immer selbstbewusster als eigenständiges Individuum und kann schon viele Dinge selbst tun, die es im ersten Jahr den Erwachsenen, vor allem seinen Eltern, überlassen musste:
Es läuft ohne Hilfe, es versucht mehr und mehr ohne Hilfe zu essen und drückt seine Wünsche und Bedürfnisse deutlicher aus. Dadurch gewinnen die Eltern und das Kind neuen Freiraum. Im ersten Jahr mussten sie sich in ihrem Lebensrhythmus weitgehend dem Baby anpassen, jetzt haben sie mehr Spielraum. Die neue Freiheit bringt jedoch auch einige Aufgaben mit sich. Es genügt nun nicht mehr, dass die Eltern dem Kind Nahrung, Liebe und Wärme geben. Es braucht jetzt mehr Anleitung, Erklärungen und geduldige Lehrer, es muss allmählich mit ausgewählten Regeln und Normen des menschlichen Zusammenlebens vertraut gemacht werden. Die Erziehung folgt den offenen oder verdeckten Zielen, die Eltern für ihr Kind verfolgen, also den Zielen, die Eltern bewusst anstreben und denjenigen, die unausgesprochen oder unbewusst, oft auch ungewollt, verwirklicht werden.
Deshalb ist es wichtig für Sie, sich von Zeit zu Zeit mit der Frage auseinanderzusetzen: “Welche Ziele haben wir mit (und für) unser Kind, wohin wollen wir es führen, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollen wir besonders fördern?” Wenn sie ehrlich mit sich selbst sind, werden sie wahrscheinlich feststellen, dass sich dabei auch sehr persönliche, unter Umständen auch egoistische Wünsche einschleichen: das Kind soll so werden wie der Vater oder die Muter, es soll möglichst lange ein anhängliches Kind bleiben, es Träume verwirklichen, die die Eltern selbst nie realisieren konnten usw. Diese Wunschvorstellungen lassen sich nicht leicht ausschalten. Ausschlaggebend ist, dass man solche Einstellungen und Haltungen nicht gewaltsam unterdrückt, sondern dass man sich über entsprechende Ansprüche an das Kind klar wird und sie sich eingesteht. Nur so kann man sie auf ein vertretbares Maß reduzieren und eventuell korrigieren. Im zweiten Lebensjahr können sie sich, neben und ergänzend zu den Entwicklungsanregungen, besonders auf die Bereiche konzentrieren, die sich jetzt bei ihrem Kind in stürmischer Entwicklung befinden: Sprache, Motorik, Denken und Selbstständigkeit. Auf einige diesbezügliche Erziehungsziele wird im Folgenden besonders eingegangen.
Manche Eltern sind unsicher, wie sie sich beim spielen verhalten sollen: Ist es besser, ein Kind beim Spielen nicht zu stören oder soll man sich lieber dazusetzen und mit ihm spielen? Sie befürchten, dass sie ihr Kind vielleicht verwöhnen oder es abhängig von sich machen. Diese Angst ist unbegründet. Ohne Unterstützung und Anleitung durch Erwachsene kann ein Kind kaum richtig spielen lernen. Das Spiel hat zwei sich ergänzende Seiten: In ihm drückt sich die spontane Aktivität des Kindes aus, die aber, gerade wenn es sich um ein Kleinkind handelt, noch von den Erwachsenen gelenkt werden muss.
Allerdings sollten sie sich auch nicht immer sofort zum Spielen dazusetzen: Wenn ihr Kind allein mit sich auskommt und mit seinen Beschäftigungen, lernt es anbei erhöhte Ausdauer und die Fähigkeit, auch kurze Zeit ohne Erwachsene auszukommen. Im Spiel spiegelt das Kind oft seine Umwelt wider: Nur was es erlebt, kann es aufgreifen, nachahmen oder nachgestalten. Ein Kind bleibt auch nur solange interessiert bei einem Spiel, als sich neue Varianten daran entdecken lassen. Wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind, wird das Spiel einförmig und erweitert den Erfahrungsschatz nicht mehr. Nun braucht das Kind eine kleine Anregung: ein anderes Spielzeug oder eine neue, aufregende Erfahrung (z.B. eine Busfahrt, ein Spiel im Freien). Dies bildet dann wieder Stoff für ein neues Spiel. Es müssen also immer neue Impulse gesetzt werden, um das Spielen in Gang zu halten. Die Eltern können das tun, indem sie dem Kind neue Erlebnismöglichkeiten geben, ihm geeignete Spielsachen besorgen, ihm zeigen, was man alles damit anfangen kann, indem sie mitspielen, Anerkennung zeigen und damit die kindliche Aktivität verstärken. Früher war es weniger wichtig, gezielt Anregungen zu geben. Die Kinder hatten selbst Gelegenheit, vielfältige Eindrücke zu sammeln.
Die Familien waren größer, der Arbeitsplatz des Vaters befand sich oft in unmittelbarer Nähe der Wohnung, die Mutter war geschäftig in Haus und Hof tätig, der Kontakt zu Natur und den Tieren war enger. Heute wachsen viele Kinder zwischen Häuserblocks auf und sind darauf angewiesen, dass sich ihre Eltern die Zeit nehmen, sich mit ihnen zu beschäftigen. Wenn sich die Eltern im Spielen beteiligen, heißt das natürlich nicht, dass sie ständig intensiv anleiten oder lenken oder bestimmte Leistungen erwarten sollten. Wichtig ist auch, ein Kind nicht mit Spielzeug zu überschütten. Sie sollten Anreize zu einem spontanen, phantasiereichen Spiel geben
und günstige Bedingungen dafür bereitstellen – das ist die Anregung genug. Beobachten sie gelegentlich die Nutzungsdauer des einen oder anderen Spielzeugs oder schätzen Sie sie ein:
Sie stellen dabei sicher fest, dass diese Nutzungsdauer von Spielzeug zu Spielzeug sehr unterschiedlich ist. Wenn es zu viele Spielsachen gibt, die ihr Kind nicht oder fast nicht interessieren, hat es zu viele Spielsachen (hindern sie die Verwandtschaft an weiteren Geschenken dieser Art), oder es weiß zu wenig, wie es damit spielen kann. Leiten sie es dann dazu an.